Ausstellungen 2011

  • 16.09. – 30.10.2011

    donumenta 2011 – Serbia Views:Visions – sketches of Serbian art after 2000

    Zolt Kovac, Sinisa Ilic, Aleksandar Dimtrijevic

    in Kooperation mit donumenta 2011
    kuratiert von Miroslav Karic

    "Through their re-interpretation of the classic techniques - painting, drawing, photography, as well as video, ambient installation, public intervention, research projects and the use of the documentary form - the artists address a wide scope of topics that presently concern the Serbian society and the contemporary society at large. Their works question a range of issues: the circumstances of individual existence within a network of clashing ideologies, capital and mass media; the relationship towards the topical tendencies of historic revisionism; the experience of displacement, perception and reception of the Other and the difference through a prism of stereotypes, bias or romantic interpretations; the experience of urban place in the context of local specificities and architectural transformations; the position of artists within the art system and their relationship towards the heritage of the movements of art avant-garde of the 20th century; the mechanics and structures of personal and collective memory and forgetting. Further interpretation of works brings up the artists' reflections on powerlessness, impossibility, responsibility, guilt, the need for solidarity, desires, gaze, misunderstanding, attempts, ideals, doubts, dependence, resistance, identity, habits, specificity and universality, margin and centre, politics and emotions, pessimism and optimism, past and present... Seen as a whole this exhibition becomes a perspective in its own right, experience of present range and interests of the art production in Serbia. The exhibition is supported by the follow-up project/presentation of activities and initiatives of relevant institutions, independent and non-governmental institutions, galleries, collectives and groups that presently work in the domain of the contemporary art in Serbia. Presentation of material documentation (catalogues, books, periodicals, videos) will aid the further research of the contemporary art in Serbia, as a part of the wider cultural scene, its achievements and its potential further development." - Miroslav Karic

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    Bilder der Vernissage

  • 02.08. – 10.09.2011

    Sommersalon mit Barbara Rapp & Vanessa Dakinsky


     

    Vom 2. August bis zum 10. September 2011 sind in einem Teil der Galerie Art Affair die Werke von Barbara Rapp (Collagen, Objekte, Fotoarbeiten, Video) im Rahmen unseres Sommersalons zu sehen.

     

    Bikinis, kurze Kleider, Hotpants - mit steigender Temperatur fallen die Hüllen, der Sommer bringt viel nackte Haut. Auch die Werke der österreichischen Künstlerin Barbara Rapp zeigen oftmals hüllenlose Frauen, allerdings mit grotesk verzerrten Körpern und überzeichneten Geschlechtsmerkmalen. Rapp zielt in ihrer Darstellung jedoch keineswegs auf die sexistische Reduktion des weiblichen Körpers ab, sondern reflektiert vielmehr die Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft. Mit ihren Collagen, Grafiken und Objekten will sie für gegenwärtige gesellschaftliche Missstände sensibilisieren. Oft thematisiert sie dabei das Bild der Frau, die meist als starke Persönlichkeit auf dem Weg der Selbstfindung auftritt. Ebenso beleuchtet die 1972 in Klagenfurt geborene Künstlerin den medial omnipräsenten Schönheitswahn. Dabei wirken ihre Arbeiten nie verbittert oder radikal feministisch, sondern beinhalten immer ironische, selbstkritische, aber auch durchaus provokante Aspekte. Rapp versucht Fragen aufzuwerfen, den Betrachter zum Denken anzuregen und ihn selbst aktiv werden zu lassen, sowohl in der Interpretation ihrer Werke als auch in der Lebenspraxis. 


    Gepaart wird Barbara Rapp in dem Ausstellungsraum der Art Affair mit der jungen französischen Künstlerin Vanessa Dakinsky.

     

     

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    Bilder der Ausstellung

  • 22.04. – 15.06.2011

    Künstler der Art Affair

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  • 11.02. – 17.04.2011

    Astrid Schröder. Die Andere Ordnung


     

     

    Astrid Schröder. Die andere Ordnung

     

    „Zeichnen mit dem Pinsel": Die höchst originellen Bilder der Künstlerin Astrid Schröder sind flirrend und faszinierend aktuell und wirken klassisch in ihrer strahlenden Schönheit. Zugleich enthalten sie, wie alle gute Kunst, die lange Geschichte des Genres, die in der fortlaufenden Auseinandersetzung mit der Frage besteht, was tun wir, wenn wir malend oder zeichnend etwas auf eine Fläche bannen und was sind die Probleme dabei.

    Von der Geste zur Erfahrung der Zeit 

       Kunst besteht wesentlich darin, dem Betrachter neuartige Eindrücke zu ermöglichen. Astrid Schröders Ursprünge liegen in der expressiv-gestischen Malerei. Ihre Geste kommt aus dem Handgelenk. Auf diese Weise entstehen Farbkadenzen und Bildkompositionen von enormer Ausstrahlung und Intensität. Die Mechanik der Ausführung - Strich neben Strich in geringfügiger Variation -  verbindet sich mit der schöpferischen Entscheidung über Farbwahl und Bildaufbau. 

       Astrid Schröder löst auf verblüffend unmittelbare, sehr elegante Art eines der gravierenden Probleme des Bildnerischen: die Integration der Dimension der Zeit in die statische Bildkunst. Die Zeit als fortlaufendes Geschehen präsentiert sich in der Kompromisslosigkeit der gleichartig fortlaufenden Pinselstriche. Das subjektive Zeiterleben, das wir alle haben, wird sinnfällig in der feinen Unterschiedenheit eines jeden Pinselstrichs vom anderen und in Rhythmus und Textur der Bilder. Die Bilder scheinen pulsierend geradezu plastisch der Fläche zu entweichen und lebendig zu atmen in jedem einzelnen Moment. 

     Goldberg-Variationen

      Die Wirkung insbesondere der ersten der drei Werkgruppen, dieser Exerzitien der Ausdauer, ist hochgradig meditativ. Die Künstlerin überlässt sich nicht nur dem kreativen Augenblick, sondern folgt einer selbstgesetzten Regel in der Tradition des Minimalismus. Solcherart Reduktionstechniken nach dem Prinzip der strengen Wiederholung mit minimaler Variation, wie wir sie in der Musik etwa bei Bachs Goldberg-Variationen oder Brahms´ Paganini-Variationen finden, tauchen auch in der Serialität der Campbell-Dosen bei Andy Warhol auf. Kunst ist hier die Entscheidung, etwas zu tun, was andere für verrückt halten. Die Verweigerung schneller, flüchtiger Reize und Dramaturgien ist ein Mittel der Steigerung der Sensibilität. Zweckfreiheit, in sich ruhende Ordnung einerseits und ästhetischer Überschwang andererseits führen den Betrachter in Sphären kontemplativer Anschauung mit Anklängen an die amerikanische metaphysische Malerei, vertreten etwa von Barnett Newman.

    Jenseits des Bildes

     Nach den lyrisch-strengen Arbeiten weist die zweite, opulent dynamische Werkgruppe mit ihrer Verschiebung und Sprengung der Strukturen schier über das Bild hinaus und in unseren Aktionsraum als Handelnde hinein. Bei der dritten Werkgruppe scheinen sich aus der Dichte der Farbstriche suggestiv und vibrierend Landschaften herauszukristallisieren. Doch am Ende, nicht am Anfang  dieser Kunst steht eine mögliche Realitätsdarstellung, nicht als Abbildung, sondern als Verweis auf den konstruktiven Charakter all unserer Wahrnehmungen.  

        Mit meisterhafter Sicherheit vermag Astrid Schröder in ihren komplexen Kompositionen eine Vielzahl von akzentuierten Gegensätzen ineinander zu verweben: feinste Nuanciertheit und größte Bewegtheit, das Atmosphärische und das Konzeptionelle, das Beruhigende und das Belebende, das Rituell-Maschinelle und das Individuell-Gestische, das Mystische und das Mechanische, das Inbildhafte und das Oberflächenbezogene, die Ordnung und die Freiheit, das sich selbst genügende und das über sich hinausweisende Bild, das Malerische und das Zeichnerische, das Subtile, aber Wirkmächtige. Die Bilder scheinen Ausschnitte von etwas zu sein, das größer und weiter ist als der gezeigte Bereich. Kunst ist eine einzigartige Möglichkeit Realität erfahrbar zu machen. Realität ist nicht was wir sehen, sondern was wir fühlen, wenn wir sehen.

     

     

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