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RaumFormenBangerter & Wyler, Katharina Wahl, Daniel Becker, Stephan Gervers, Menno Aden23.04. – 20.06.2010 |
Fotografie & Junges Design
Die Ausstellung RaumFormen vereint Gegenwartskunst und zeitgenössisches Design. Der Fotokünstler Menno Aden konstruiert in seiner Serie Raum Portraits, an der er bereits seit 5 Jahren arbeitet, aus über 100 Einzelfotos, die er unterhalb der Raumdecke privater und öffentlicher Räume aufnimmt, eigentlich unmögliche Aufsichten, die konstruktivistisch wie narrativ lesbar sind.
Neben den Fotoarbeiten des Berliners zeigen wir innovative Ideen von jungen Nachwuchsdesignern aus Deutschland und der Schweiz. Dabei handelt es sich um avantgardistische Wohnaccessoires, wie beispielsweise einem Bombenteppich mit der Bezeichnung JU87- G STUKA. Der Teppich ist eine Art Bausatz und kann zu einer „Soft-Version" des berühmten deutschen Sturzkampfflugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg umgewandelt werden.
Die Leuchte Sparks von Daniel Becker ist eigentlich gar keine Leuchte sondern ein System. Das System leuchtet. An die organische Form eines Baumes erinnernd, besteht es aus vier verschiedenen Modulen, die beliebig zusammengesetzt werden können und sich um 360 Grad drehen lassen. Somit lässt sich Sparks unendlich erweitern. Vor allem im Außenbereich bietet Sparks die Möglichkeit dem eigenen Garten einen zusätzlichen, individuellen Charakter zu geben.
Stephan Gervers bietet eine Neuinterpretation und gestalterische Weiterentwicklung der vor allem im Barock und Rokoko verbreiteten Raumdekoration mit Stuck. Im Gegensatz zur geläufigen Form und Umgebung unter anderem als Deckenspiegel oder Stuckprofil hebt sich das Stukkolief als dreidimensionale Tapete oder auch als Wandinstallation ab. Es handelt sich hierbei um eine dekorative und vielfältig kombinierbare Rauminstallation die sowohl Kunstwerk als auch Designobjekt ist.
Die beiden Schweizer Markus Bangerter & Roger Wyler präsentieren unter anderem den Sessel „3014" für den sie 2009 mit dem Berner Design Award ausgezeichnet wurden. Der Sessel besteht aus textilem Gurtenband und besteht aus zwei Teilen, einer Sitzschale und einem Sockel, die im Zentrum mittels Drehpunkt verbunden sind, was eine 360-Grad-Drehung der Sitzschale erlaubt.
Isabelle Lesmeister, Kunsthistorikerin M.A.

