REN RONG & LEI XUE | 27.09. – 15.11.2008 | Ren Rong, Lei Xue

REN RONG & LEI XUE

Ren Rong, Lei Xue

27.09. – 15.11.2008

Eröffnung am 27.09.2008 / 20 Uhr.

Die Olympischen Spiele sind vorüber, der Medientross überlässt China wieder seinem Alltag. Vergessen scheinen die Querelen um die Zensur von Wort und Bild.

Wir greifen das Thema China noch einmal auf, und zeigen in den nächsten Wochen Bilder und Skulpturen der chinesischen Künstler Ren Rong und Lei Xue.

Beide Künstler in China geboren, zeigen auf unterschiedliche Art und Weise den Umgang mit Ihren Wurzeln.

Ren Rong

Betrachtet man das Werk chinesischer Maler und Bildhauer, deren Œuvre das Gefallen der Regierung fand und findet, so wird die historische Figur Maos ebenso – und mit der gleichen Wertigkeit – thematisiert wie andere große Persönlichkeiten aus der Philosophie und Geschichte des Landes.
Ren Rong ist kein Exilchinese. Er ist nicht emigriert, sondern er lebt und arbeitet sowohl in Deutschland als auch in China und ist in beiden Ländern in Ausstellungen überaus aktiv vertreten.
Er vermittelt völkerverbindend, um Verständnis füreinander zu erzielen.
Ihm selbst gelingt dabei der Spagat zwischen historischen Wurzeln und der europäischen Kunstszene.

Ren Rongs Symbiose aus Pflanze und Mensch – in jeder erreichbaren Technik ausgeführt und variiert- ist sein Markenzeichen. Die Kunstfigur der Pflanzenmenschen verweist ebenso auf den chinesischen Scherenschnitt  wie auf europäische Metaphorik. Seine Pflanzenmenschen ergreifen von allem Besitz, schaffen eine eigne Bildwelt – werden zur Installation.

Lei Xue

Der vielseitige Künstler beschäftigt sich mit Malerei, Keramik, Film, Foto- und Videoinstallationen. Scheinbar bereits geleerte, zusammengedrückte Aludosen, die achtlos, übriggeblieben von der Vernissage, in der Ecke liegen, entpuppen sich bei näherer Betrachtung als Objekte aus feinem weißen Porzellan, handbemalt mit filigranen blauen Mustern aus der Ming-Dynastie. Ebenso beeindruckt eine Serie von "Alpinen Schneelandschaften", häufig in großem Querformat gehaltene Gemälde, die, wie der Künstler formuliert, die Eindrücke von „**Schweizer Alpenlandschaft**, gesehen mit chinesischen Augen" widerspiegeln.