Neue Leipziger Schule | 02.02. – 14.03.2007 | Martina Munse, Fischer-Art, Michael Schneider

Neue Leipziger Schule

Martina Munse, Fischer-Art, Michael Schneider

02.02. – 14.03.2007
Die Neue Leipziger Schule bezeichnet eine Strömung der modernen gegenständlichen Malerei. Sie entstand in den 1990er Jahren und gilt als logische Fortführung der Leipziger Schule um bekannte Maler wie Werner Tübke, Wolfgang Mattheuer und Bernhard Heisig.

Einige wesentliche Impulsgeber für die Neue Leipziger Schule waren die Malereiprofessoren Sighard Gille, Arno Rink, die wie die oben genannten Maler ebenfalls an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst lehrten.

Martina Munse, Michael Fischer-Art und Michel Schneider zählen zu den Protagonisten dieser vielfältigen, erzählerischen und auch politischen, jungen Kunstrichtung.

Martina Munse

  • Libellenflügel | Öl auf Leinwand | 25 x 25 cm
  • Hofdame | Öl auf Leinwand | 130 x 110 cm
Wurde 1977 in Leipzig geboren. Während ihres Studiums an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig hat Martina Munse diverse Studienreisen u.a. nach Russland und Italien unternommen. Sie ist die Assistentin von Prof. S. Gille.

Martina Munse hat an zahlreichen nationalen sowie internationalen Ausstellungen u.a. in Leipzig, Berlin, Frankfurt am Main, Sofia sowie diversen Kunstmessen teilgenommen. Ihre Bilder wurden durch das Auktionshaus Christie’s versteigert.

Die Bilder von Martina Munse provozieren durch ihre Darstellung des Schönen. Die Sujets zu ihren Bildern, in denen sich Anklänge eines ästhetischen Symbolismus widerspiegeln, finden sich in der Verbindung von Orient und Okzident und behandeln das Thema Freiheit. Die zarten und archetypischen Motive geben Raum für Assoziationen an die Epoche des Jugendstils.

Fischer-Art

  • Acryl auf Leinwand | Der Tunnel von Lyon | 100 x 355 cm
Wurde 1969 in Leipzig geboren. Als Mitglied der regimekritischen jungen Gemeinde bleibt dem jungen Künstler die kreative Karriere in der DDR verbaut. Er muss eine Lehre als Maurer beginnen („die Schreckenszeit meines Lebens“), arbeitet als Anstreicher, Hausmeister und Krankenpfleger. Im Wendejahr 1989 kann sich Fischer-Art erstmals künstlerisch äußern: auf Transparenten für die Leipziger Montagsdemonstrationen.

Heute lagern diese Dokumente einer bewegten Zeit im Archiv des Deutschen Historischen Museums in Bonn. Nach der Wende beginnt er das Studium an der Hochschule für Graphik in Leipzig. Seingroßes Vorbild ist Max Ernst. Die „Art Cologne“ Anfang der Neunziger, sowie „Art Miami 2000“ wird für Fischer- Art zum kommerziellen und künstlerischen Erfolg.

Seither gilt er als Jungstar der deutschen Kunstszene. Mit seinem Stil des marktwirtschaftlichen Realismus geht der sozialkritische Künstler eigene Wege. Zuletzt hat Fischer-Art durch seine Einzelausstellungen, u.a. auf der Berliner Liste 2005, in München und als erster Künstler der Neuen Leipziger Schule in Sofia, Bulgarien von sich hören lassen.

Er wurde im Sommer 2005 in die „Villa Romana“, Florenz, persönlich eingeladen.

Michael Schneider

  • Fenster | Öl auf Leinwand | 110 x 80 cm
  • Ariadne auf Naxos VII | Öl auf Leinwand | 150 x 110 cm
Der 1982 in Leipzig geborene Michel Schneider ist Schüler von Frau Prof. Astrid Klein an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig. Er steht für intellektuelle Klarheit in der Kunst. Mit seiner Verweigerung des Stils steht er „hinter dem Endpunkt der Malerei“.

Er schafft Denkanregungen und die Diskussion um sein Werk, um damit die Kunst selbst in Gang zu bringen, ohne dass er sich hierzu oberflächlicher Phänomene bedienen müsste. Aus diesem Grunde ist die Frage nach dem „Stil“ bei Michel Schneider von nur zweitrangiger Bedeutung.

Zahlreiche Ausstellungen in Leipzig, Berlin sowie in Sofia dokumentieren den rasanten Aufstieg dieses jungen Künstlers.