Zaha Hadid
VITA
Die 1950 im Irak geborene Architektin Zaha Hadid ist bekannt für ihre ungewöhnlich kühnen, aber leider nur selten in die Realität umgesetzten Entwürfe. Nach dem Studium der Mathematik in Beirut, schrieb sie sich an der Londoner Architectural Association, damals die radikalste Architekturschule der Welt, ein. Einer ihrer Lehrer war der Holländer Rem Koolhaas, der sie nach ihrem Studium 1977 in seinem Büro Office for Metropolitan Architecture als Partner aufnahm. Dort blieb die junge Zaha Hadid nicht lange. "Sie ist ein Planet mit eigener Umlaufbahn", sagte er damals von ihr.
Für ihre dekonstruktivistischen Entwürfe fanden sich anfangs keine Bauherren, die diese waghalsigen Formen tatsächlich umsetzen wollten. Daher verfolgte sie viele Jahre der Ruf, die meist prämierte aber nicht gebaute Architektin der Welt zu sein. Internationale Bekanntheit erlangte sie bereits Ende der 1980er Jahre durch die Teilnahme an der Ausstellung "Deconstructivist Architecture" im Museum of Modern Art, New York.
2004 erhielt sie mit der Realisierung des Rosenthal Centre for Contemporary Art in Cincinnati als erste und bisher einzige Frau den renommierten Pritzker Preis und ging somit in die Geschichte zeitgenössischer Architektur ein. Seitdem läuft eine Welle von Zaha Hadid Großprojekten um die Welt und eine Hadid Ausstellung jagt die andere. Große Retrospektiven ihrer Arbeit waren in den letzten zwei Jahren sowohl im Guggenheim Museum, New York und in Berlin, im Hara Museum Tokio, Singapur Art Museum als auch Design Museum London zu sehen. ArtAffair zeigt ihnen eine in Deutschland bisher einmalige Sammlung an Design-Möbelstücken Zaha Hadids.
Auszeichnungen
2010 Stirling Preis
2008 Designer of the Year, Maison & Objet, Paris
2009 Praemium Imperiale
2005 Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
Deutscher Architekturpreis
2004 Pritzker Architekturpreis
2003 Mies van der Rohe Preis für Europäische Architektur
2002 Österreichischer Staatspreis für Architektur
1994 Erich-Schelling-Architekturpreis
Architektur und Installationen (Auswahl)
2010 Ägyptischer Pavilion, Weltausstellung Shanghai, China
2009 JS Bach Chamber Music Hall, Manchester Art Gallery,
Manchester, UK
seit 2008 Bibliothek und Lern-Center, Universität für Wirtschaft Wien,
Österreich
2008 Neil Barrett Flagship Store, Tokyo, Japan
2004 - 2007 Nordpark Bahnhof, Innsbruck, Österreich
2003 - 2010 Guangzhou Opernhaus, Guangzhou, China
2003 - 2005 Hotel Puerta America, Madrid, Spanien
2001 - 2005 BMW Hauptgebäude, München
Erweiterung des Ordrupgaard Museum, Kopenhagen, Dänemark
1999 Centro per l'Arte Contemporanea, Rom
1998 - 2009 MAXXI (Museum of XXI Century Arts), Rom, Italien
1998 Auftrag für das Contemporary Arts Center in Cincinnati, Ohio
1997 - 2003 Lois & Richard Rosenthal Center for Contemporary Art, Ohio, USA
1996 Thames Water / Royal Academy Habitable Bridge Competition
1994 - 2005 Spittelau Viaducts Projekt, Wien, Österreich
1994 Cardiff Bay Opernhaus
1990 - 1994 Vitra Feuerwache, Weil am Rhein
Ausstellungen (Auswahl)
2011 Twirl, Mailand, Italien
2010 Zaha Hadid and Suprematism, Zürich, Schweiz
2008 Lotus, Venedig Biennale, Italien
Zaha Hadid, Sonnabend & Rove Galleries, New York, USA
2007 Zaha Hadid: Architecture & Deisgn, Design Museum, London, UK
2005 - 2006 Prairie Skyscraper: Frank Lloyd Wright’s Price Tower,
Ausstellungsdesign
2005 25 Jahre Deutsche Bank Kunstsammlung, Deutsche Guggenheim
Museum, Berlin
Elastika. intervention at Design 05, Art Basel Miami Beach, Florida,
USA
Paintings, Kenny Schachter ROVE, London, UK
2002 - 2003 Zaha Hadid Laboratory, Price Tower Arts Center, Bartlesville,
Oklahoma
2002 City of Towers, Venedig Biennale, Italien
Opere e Progetti, Centro Nazionale per le Arti Contemporanee,
Rom - Villa Medici, Rom - Castello di Rivoli, Turin, Italien
Italienischer, Österreichischer und Englischer Pavilion,
Architektur-Biennale Venedig, Italien
ICA institute of contemporary arts, London, UK
Staatsmuseum für Architektur, Moskau, Russland
Sawaya & Moroni, Mailand, Italien
1997 - 2000 Mind Zone, Millennium Dome, London, UK
1997 - 1998 MoMA, San Francisco, USA
1996 Master's Section, Palazzo Grassi, Venedig Biennale, Italien
Wishmachine, Kunsthalle Wien, Österreich
Paper Art, Leopold-Hösch Museum, Düren
1995 Grand Central Station, New York, USA
The graduate school of design at Harvard University, USA
1992 The Great Utopia, Guggenheim Museum, New York, USA
1988 Metropolis, Institute of Contemporary Arts, London, UK
The Deconstructivist Architecture show, MoMA, USA
1986 Internationale Bauausstellung in Berlin
1985 GA Gallery, Tokyo, Japan
1983 Retrospective at the architectural association, London, UK
1978 OMA: The Sparkling Metropolis Solomon R., Guggenheim Museum,
New York, USA
1976 - 1977 Student Show, Architetural Association, London, UK
Sammlungen (Auswahl)
MoMA, New York
MoMA, San Francisco
Deutsches Architektur Museum, Frankfurt
The Getty Center, Los Angeles






