Barbara Ullmann


Vita

1973 geboren in Wolfratshausen
2001-2007 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München
2007 Diplom bei Prof. Sean Scully
Lebt und arbeitet in Königsdorf


Ausstellungen (Auswahl):

2006 Jahresaustellung der Akademie München
Kunstpreis Aichach
2007 Diplomausstellung Akadmie München
White Box, München
Prokunst Galerie, Pfaffenhofen
Nur junge Kunst, München
Hattyuhaz Galerie, München
2008 Prokunst Galerie, Pfaffenhofen
Weltraum München
2009 Lothringer 13, Städtische Kunsthalle München
Weltraum, München

Über ihre Arbeiten:

Polarität ist der prägende Begriff von Barbara Ullmanns Arbeiten. Die Gegensätzlichkeit springt bereits beim ersten Blick auf die junge Frau und ihre Flex ins Auge. Symbole der Weiblichkeit und Männlichkeit konkurrieren und verbinden sich in ihrem Schaffen. Schon früh von der Kunst angezogen, gelang ihr der Sprung in die Klasse des weltweit bedeutenden zeitgenössischen Künstlers Sean Scully. Fünf Jahre lang unterrichtete der abstrakte Maler an der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Seinen eigenwilligen Abstraktionsstil, der konzeptionell ist und gleichzeitig voller Emotionen steckt, vermittelte er in vielfältiger Weise seinen Studenten. In Barbara Ullmanns Arbeiten ist nun viel davon insbesondere zu spüren. Kunstwerke, die aus leidenschaftlicher Vitalität und Wahrhaftigkeit entstanden und ihre Intensität aus dem Schmerz und der Einsamkeit der Künstlerin schöpfen: "Jeder einzelne Schnitt den ich in die Holztafeln fräse befreit und schreit. Bis alles zerschnitten ist und eine neue Dimension entstanden ist." Mit Abstand betrachtet zeigen die Arbeiten zarte Filigranität, sie sind hypnotisierend und meditativ zugleich. Aus der Nähe ist der Betrachter jedoch oft überrascht, wenn er erkennt, dass es sich um tiefe, teilweise verkohlte Einschnitte handelt. Im Bewusstsein dieser Betrachtung zeigt das schmerzhafte Element die Wirkung seiner kreativen Zerstörung. Durch körperliche Energie entstanden, verfestigen sich die Arbeiten zu Ullmanns eigenen Energiefeldern und stellen eine Verbindung von Geistigem und Materiellen dar. Neben den monochrom mit Farbe und Schnitten überzogenen großformatigen Holzplatten bilden Skulpturen das zweite Element ihrer Kunst. Feine Metallplatten finden Faltung und farbliche Fügung, Metallrohre in mannigfaltigen Maßen modellieren miniaturistische bis mannshohe Skulpturen. Das alles vereinende Prinzip ist die Linie, die das Ewige und Unendliche symbolisiert. Archaische, raue Materialien vereinen sich so zu puristischen Werken, die durch ihre Polarität leben: Schwarz und Weiß, das Grobe und das Feine, Liebe und Schmerz. (Quelle: Christina Link)

 

 

 

  • Schnittbild Schwarz | Zyklus III | 121x91,5 cm
  • Fraktal Weiß - Detail | Zyklus IV | 168x182 cm
  • Schnittbild Schwarz | Zyklus III | 121x91,5 cm